Aus dem Leben einer Küchenschabe

Übersicht | Alben | Admin

« | »

na dann halt nicht...

Kesselmeister | 21 Januar, 2006 13:48

gerade habe ich drei Gäste verloren, aber ich bin gerne bereit ihnen freundlich nachzuwinken. Bitte beehren Sie uns so schnell nicht wieder.

Und das kam so...

Jeden Samstag haben wir seit einem halben Jahr ein spezielles Tagesgericht, ein XXL-Schnitzel (und wenn ich XXL schreibe, dann meine ich das auch so, gelle Cynx ;o) ) mit Jäger- oder Zigeunersoße, Pommes und Salat für 5,90 Euro. Vom Preis-Leistungsverhältnis ein unschlagbares Angebot, welches so knapp kalkuliert ist, das wir tatsächlich gerade mal nicht drauflegen. Normalerweise kostet schon ein Kinderschnitzel 6 Euro. Nun kamen also diese drei, und bestellten drei XXL-Schnitzel, aber bitte nicht mit Pommes, sondern mit Kroketten und einmal Salzkartoffeln. Man muss dazu sagen, daß hier im Hause generell keine Ausnahmen für Mittagsgerichte gemacht werden, was auch richtig und sinnvoll ist. Als ihnen dieses von der Bedienung mitgeteilt wurde, meinten sie den Küchenchef herbeizitieren zu müssen und sich aufzublasen. Ich habe ihnen bemüht freundlich klargemacht, daß die Tagesgerichte ein Angebot an unsere Gäste sind, welches sie gerne annehmen können, dafür sind sie angeboten. Wenn ihnen der Sinn nach etwas anderem steht, könnten sie gerne auf unsere durchaus gutbestückte Speisekarte zurückgreifen, zu den Preisen die dort abgedruckt sind. Dann bin ich auch gerne bereit ihnen die Beilagen nach Wunsch zuzubereiten, wie ausgefallen es auch sein mag, im Rahmen meiner Möglichkeiten, aber nicht beim Tagesgericht, basta! Worauf sie sich entschlossen unverschämt zu werden und bald darauf wieder das Lokal verliessen.

Und tschüß kann ich da nur sagen, um solche Gäste tut es mir nicht im Geringsten leid, auch wenn die Situation in der Gastronomie heute so ist, daß man um jeden Gast kämpfen muss.

Mein Erlebnis in dieser Richtung [antworten]

Wir schenken normalerweise keinen Wein aus, aber für "Notfälle" hatte ich mal ein paar Mini-Bocksbeutel besorgt. Als es dann bei so einem Notfall ans Zahlen ging, entspann sich eine Debatte über den günstigen Bierpreis im Hause und den "zu hohen" Preis für das Viertel Wein (2,50 €). Also trink ich die restlichen Flaschen lieber selber....

Zoiglmeister | 22.01.2006, 11:59

[antworten]

Kann ich verstehen, das ist es aber genau was mich manchmal auf die Palme bringt. Benehmen wie in der Stehbierhalle, Ansprüche wie im 3 Sterne-Restaurant, aber Preise zahlen wollen wie im Stehimbiss.

Kesselmeister | 22.01.2006, 14:00

Artikel kommentieren

Betreff

Text

Ihr Name

E-Mail Addresse (falls vorhanden)

Webseite (wenn vorhanden)

Code
 authimage


 
Powered by kulando - impressum
Design by Book of Styles